PlayStation

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PlayStation
Sony PlayStation
Namen PlayStation
プレイステーション
PSX
PSOne
Typ Stationäre Spielkonsole
Hersteller Sony
Generation 5. Generation
Architektur 32-Bit
Produktionsbeginn 1994
Produktionsende 2006
Launchtitel Ridge Racer, Destruction Derby, Tekken
Meistverkauftes Spiel Gran Turismo
Datenträger CD-ROM, Memory Card
Prozessor R3000 MIPS RISC (33,8688 MHz)
Speicher 2 MByte Hauptspeicher
1 MByte Videospeicher
Farbpalette 16,7 Million
Auflösung 256×224 bis 640×480
Verkaufte Einheiten ≈ 105 Million
Nachfolger Playstation 2


Die PlayStation ist eine stationäre Spielkonsole des japanischen Unternehmens Sony, die am 3. Dezember 1994 erstmals in Japan verkauft wurde. Die Herstellung der Konsole wurde erst nach zwölf Jahren endgültig eingestellt. Die Variante in einem kleineren Gehäuse wird PSOne genannt.


Siehe auch:
PlayStation/Technische Daten
PlayStation/Modding
PlayStation/Elektrolytkondensatoren


Die PlayStation ist die erste Spielkonsole der PlayStation-Reihe. Mit Ken Kutaragi als Vorsitzendem der eigens dafür gegründeten Tochtergesellschaft Sony Computer Entertainment avancierte die PlayStation zu einer der erfolgreichsten Spielkonsolen aller Zeiten (104,25 Millionen verkaufte Exemplare weltweit) und stürzte im Bereich Heimkonsolen den einstigen Marktführer Nintendo vom Thron.

Ursprünglich sollte Sony ein CD-Laufwerk für Nintendos 16-Bit-Konsole Super Nintendo Entertainment System entwickeln, dessen Codename bereits Play Station war. Im Gegenzug würde es Sony erlaubt sein, eine eigene Konsole mit CD-ROM-Laufwerk zu entwickeln, die die damals wertvolle SNES-Technologie nutzen könnte. Als Nintendo bekannt gab, mit dem niederländischen Unternehmen Philips einen Vertrag für das Projekt SNES-CD abzuschließen (der allerdings wenig später wieder gekündigt wurde), machte Sony aus dem Joint-Projekt eine komplett eigenständige Spielkonsole, deren interner Projekttitel "PlayStation Experimental" gelautet haben soll. Andere Quellen besagen hingegen, das X stünde für "Extreme", wieder andere beziehen es auf "Expansion", da Nintendo dieses Kürzel auch für sein SNES-Satelliten-Add-on SatellaView-X (BSX) benutzte. Darum trug sie bis zum Erscheinen der PSone beziehungsweise der PlayStation 2 das inoffizielle Kürzel PSX. Mit Erscheinen des Nachfolgers PlayStation 2 im Jahre 2000 wurde das Gerät in PSone umbenannt, was auch eine optische Frischzellenkur des Geräts mit sich brachte, doch hält sich das Kürzel PSX weiterhin über die Lebenszeit der Konsole hinaus. Unter der offiziellen Bezeichnung PSX veröffentlichte Sony in Japan einen Multimedia-Hybriden aus PS2 und Festplattenrecorder.

Als Faktor für den Erfolg der PlayStation gilt Sonys aggressive Preispolitik. Auf der E3 1995 überraschte Sony mit einem Launch-Preis der Konsole in Nordamerika von 299 $, während Sega seinen Saturn für 399 $ vorstellte. Ein Jahr später kündigte Sony auf der E3 an, den Preis auf 199 $ zu senken. Nintendo hatte seinen vorgestellten Nintendo 64 bei einem Startpreis von 249 $ vorgestellt, passte ihn aber letztlich an den neuen Preis der PlayStation an. Zum Europa-Start des N64 im März 1997 reduzierte Sony weltweit den Preis seiner Konsole auf weltweit nun 149 $. Damit setzte Sony den Konkurrenten Nintendo unter Druck, der seinen Preis daraufhin erneut anpasste. In Deutschland reduzierte man radikal von 399 DM auf 299 DM.

Des Weiteren konnte die PlayStation Audio-CDs abspielen. Da die Konsole aber keine eigenen Lautsprecher oder dafür ausgelegte Bedienelemente besitzt, musste dals Wiedergabemedium das Fernsehgerät eingeschaltet sein. Auch wenn man die PlayStation an einen normalen HiFi-Verstärker anschloß, war das Menü auf dem TV-Schirm zur Bedienung nötig.


Im Gegensatz zum bereits 1991 erschienen SNES, dem damals einzigen Konkurrenzprodukt Nintendos, und dem ebenfalls immer noch erhältlichen Sega Mega Drive von 1989, konnte die PlayStation, wie auch Sega Saturn, 3DO und Atari Jaguar, bereits mit speziell im Hinblick auf 3D-Applikationen entwickelter Hardware aufwarten. Es dauerte noch einige Zeit, bis Nintendo 1996 mit dem Nintendo 64 nachzog.



Spiele

Battle Arena Toshinden auf der PlayStation

Die PlayStation war der endgültige Durchbruch für CD-ROM-Spiele mit 3D-Grafiken. Die bereits 1993 erschienen Spielkonsolen mit 3DO-Standard verfügten bereits über hervorragende 3D-Hardware, der durchschlagende Erfolg blieb damals aber noch aus.

Ridge Racer und Destruction Derby waren neben Tekken die ersten Spiele-Blockbuster auf der PlayStation. Die Teile VII, VIII und XI von Final Fantasy waren im Lauf der Zeit weitere große Erfolge. Metal Gear Solid wurde bei seinem Erscheinen von der Fachpresse als eines der besten Videospiele aller Zeiten gepriesen.

Descent trumpfte mit einem Spiele-Soundtrack auf, für den namhafte Musiker wie z.B. die Chemical Brothers Werke beisteuerten.


Zu den bekanntesten PlayStation-Titeln gehören
  • Tekken
  • Tekken 2
  • Tekken 3
  • Battle Arena Toshinden
  • Final Fantasy VII
  • Final Fantasy VII
  • Final Fantasy IX
  • Soul Blade
  • Metal Gear Solid
  • Warcraft II
  • Destruction Derby
  • Destruction Derby 2
  • Ridge Racer
  • Descent
  • X-Com



Versionen

Eine PSOne

Die urspüngliche Variante der Playstation hatte am Anfang drei Chinch-Buchsen als Anschlüsse. Später wurden diese gegen eine spezifische Buchse ausgetauscht, die bei allen PlayStation-Modellen und -Nachfolgern erhalten blieb.

Die zweite bekannte Version ist die PSOne, die flacher und kleiner ist, und ein externes Netzteil besitzt.



Emulatoren

Ein bekannter PlayStation-Emulator für den PC ist zum Beispiel pSX.



Kopierschutz und Regionalcode

Ein eingebauter PlayStation Modchip

Zum Erfolg der PlayStation hat sicherlich auch beigetragen, dass die Spiele auf CD-ROMs und nicht auf Modulen ausgeliefert wurden, so wie es bei den meisten älteren weit verbreiteten Konsolen der Fall war. Nicht nur waren die Herstellungskosten deutlich geringer, der wesentlich größere Speicherplatz ermöglichte auch den Einbau umfangreicher Full Motion Video-Zwischensequenzen und echter instrumentaler Musik mit Gesang, sowie Sprachausgabe in das Spielgeschehen.

Zwar konnte die PlayStation ab Werk nur Spiele aus der eigenen Region abspielen, durch den Einbau eines sogenannten Playstation Modchip wurde es aber möglich, Import-Spiele aus aller Welt zu spielen. Dieser günstige Umbau war nicht zuletzt durch die damalige Veröffentlichungspolitik der meisten Spielehersteller populär. So wurden PAL-Versionen zumeist Monate oder teilweise Jahre nach den japanischen und nordamerikanischen Varianten veröffentlicht. Allzu oft waren die PAL-Versionen qualitativ auch schlechter, da in der Regel auf eine Anpassung der Bildauflösung und der Bildwiederholungsrate an die in Europa und Australien verbreitete Fernsehnorm verzichtet wurde. Daraus resultierten breite schwarze Ränder am oberen und unteren Bildschirmrand sowie ein verlangsamter Spielablauf. Viele Spiele, insbesondere textintensive Rollenspiele, die für einen kommerziellen Erfolg erst aufwändig in die verschiedenen europäischen Sprachen hätten übersetzt werden müssen, wurden in Europa überhaupt nicht veröffentlicht. Diese deutlichen Nachteile bewegten viele Spieler zum Einbau eines Modchips, um auf die weltweite Spielebibliothek in bester Qualität zugreifen zu können. Ein Nebeneffekt dieser Chips war es, dass die PlayStation dann auch Sicherungskopien von selbstgebrannten CDs abspielen konnte.

Die Kopierbarkeit der CD-ROMs auf den ab Ende der 1990er weit verbreiteten CD-Brennern, was bei den bisherigen Spielemodulen wenn überhaupt nur mit speziellen Peripheriegeräten möglich war, steigerte die Beliebtheit seitens der Konsumenten, wobei Kopien nur mit Modchip, spezieller Software wie CloneCD, die "defekte Sektoren" beim Brennen auf eine Rohling beibehielt (der einzige weitere Kopierschutz einiger PlayStation-Spiele damals), oder spezieller Boot-CD spielbar sind. Alternativ für die Boot-CD kann man auch den Swap-Trick anwenden.



Weblinks

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WikipediaLogo.png Wikipedia: PlayStation (console) England