PC Engine

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PC Engine
Eine der ersten PC-Engine-Varianten
Namen
  • PC Engine
  • TurboGrafx 16 USA
  • TurboGrafx Spanien
  • Core-Grafx
  • Core-Grafx II (ab 1991)
  • PC-Engine Duo-RX
Typ Stationäre Konsole
Hersteller NEC
Generation 4. Generation
Architektur
  • CPU: 8-Bit
  • GPU: 16-Bit
Produktionsbeginn 1987
Produktionsende 1995
Release Japan 24.800 ¥   (1987)
Release USA ? $   (1989)
Release Spanien ? Pts   (1989)
Launchtitel
Datenträger HuCard
Prozessor 6502-Derivat
Farbpalette
  • 512 Farben (gleichzeitig verwendbar)
  • 64 Sprites
Upgrades CD-ROM²
Verkaufte Einheiten ≈ 10 Millionen
Nachfolger SuperGrafx


Die japanische Spielekonsole PC Engine wurde in den USA unter dem Namen TurboGrafx 16 verkauft. Die Konsole wurde von den Herstellern NEC und Hudson produziert.


Siehe auch:
PC Engine/Technische Daten
PC Engine/Modding
PC Engine/Bestückung
PC Engine/Elektrolytkondensatoren


Sie erschien in mehreren verschiedenen, optischen Ausführungen. Datenträger waren anfangs Module, die HuCards genannt wurden, später aber hauptsachlich nur noch Spiele auf CD-ROM. Die PC Engine wurde 1987 in Japan veröffentlicht, zwei Jahre später dann auch in den USA. In Europa gab es das Gerät sehr kurze Zeit unter dem Namen TurboGrafx (ohne 16), allerdings offiziell nur in Spanien. Das war auch die einzige PAL-Variante der Konsole. In Großbritannien und Frankreich gab es teilweise Japan-Konsolen im Handel, die dann mit RGB betrieben wurden.

Die PC Engine hatte in den meisten Bauweisen ein eher kleines Gehäuse. Weltweit wurden von diesem Modell etwa sieben Millionen Exemplare verkauft. Die PC Engine gehört zu den Videospielkonsolen der vierten Generation.

Die hervorragende Grafik führte vor allem in Europa zur fehlerhaften Annahme, dass die PC Engine eine 16-Bit-Konsole ist. Die CPU verwendet aber 8-Bit-Register, und ist einem 6502 sehr ähnlich. Der Grafikprozessor arbeitet mit 16-Bit. Die Grafik war auf eine markante Art comic-artig und übertraf in der Qualität alle reinen 8-Bit-Systeme deutlich. Ein Maximum von 512 Farben konnte theoretisch dargestellt werden, was der kompletten Palette entsprach. Damit war die mögliche Bildqualität sogar der erst ein Jahr später erschienen 16-Bit-Konsole Mega Drive überlegen. Es waren bis zu 64 Sprites gleichzeitig möglich. Dazu wurde dem Spieler Stereo Sound mit sechs Kanälen geboten. Die PC Engine wird daher trotz 8-Bit-Prozessor als erste Konsolen der Vierten Generation angesehen.


Eine HuCard

Die letzte Variante erschien 1994 unter dem Namen PC-Engine Duo-RX und wurde als Besonderheit ab Werk mit einem Sechs-Button-Pad ausgeliefert. In manchen asiatischen Ländern werden bis heute Nachbauten der ursprünglichen PC-Engine produziert und vertrieben.

In Spielerkreisen wurde die Konsole gern als "Spielhalle für Zuhause" bezeichnet. Mit exakt diesem Slogan machte dann Jahre später die Firma SEGA - wohl unbewusst - in Deutschland Werbung für den Mega Drive.


PC-Engine-Konsolen und vor allem einige seltene Spiele erzielen mittlerweile bei Online-Auktionen Liebhaberpreise.


Nachfolger und Handheld-Verion

Der Nachfolger hieß SuperGrafx und war zwar immer noch ein 8-Bit-Gerät, allerdings mit einigen Neuerungen wie mehr RAM und einem zusätzlichen Videochip. Sie ist abwärtskompatibel zur PC Engine, bietet aber keine bedeutenden technischen Fortschritte. Zum Betrieb am alten CD-ROM² wird ein spezieller Adapter benötigt (RAU-30), das neuere Super-CD-ROM² Laufwerk lässt sich hingegen einfach hinten anstecken. Es erschienen auch nur fünf Spiele für diese Konsole sowie zwei PC-Engine Spiele, welche von den zusätzlichen Hardwarefähigkeiten Gebrauch machen. Die Verkauf begann 1989 und wurde bald wieder eingestellt während die Vorgängerkonsole noch jahrelang unter der Bezeichnungen Core-Grafx sowie ab 1991 als Core-Grafx II weiterproduziert wurde.

Die PC Engine GT war eine Handheld-Konsole und erschien 1990 sowohl in Japan als auch in Nordamerika, dort allerdings unter anderem Namen. Ein Jahr später erschien in Japan bereits der Nachfolger, die PC Engine LT, welche eher einem kleinen Laptop ähnelt und sich deswegen auch an den beiden CD-Laufwerken betreiben lässt.



Spiele

Street Fighter I auf der PC Engine

In Japan waren die Launchtitel Bikkuriman World und Shanghai, in den USA vor allem R-Type. Einer der ersten Titel auf CD war Street Fighter I unter dem Namen Fighting Street.



Zubehör

Die Konsole hat nur einen Controlport - Abhilfe schafft der Turbo Tap

Die PC-Engine verfügt nur über einen einzigen Joypadanschluss im Mini-DIN-Format, für Multiplayerspiele wird deswegen immer ein Mehrspieleradapter benötigt. Als Verlängerung für die relativ kurzen Joypadkabel eignen sich alte Verlängerungskabel für z. B. den Druckeranschluß eines Apple-Macintosh. Die Turbografx Varianten haben hingegen einen Joypadanschluß im DIN-Format und benötigen deswegen andere Kabel und Multiplayeradapter. Der Joypadanschluß der 1992 in Nordamerika veröffentlichen Turbo-Duo (TurboGrafx 16 und Super-CD-ROM² in einem Gerät) entspricht allerdings wieder wie beim japanischen Gegenstück, der 1991 erschienenen PC-Engine Duo, dem bereits vom Apple-Macintosh bekannten Mini-DIN-Format.



Versionen

Ein amerikanisches Model (TurboGrafx 16)

Von der PC Engine gibt es zahlreiche Versionen.



Emulatoren

Es gibt Emulatoren für die PC Engine, zum Beispiel TurboEngine für Windows oder MESS für Linux. Auch OpenEmu für Mac OS X kann neben anderen Systemen eine PC Engine emulieren, wie auch Mednafen, den es für alle drei Betriebssysteme gibt.

Viele PC-Engine-Spiele können für die Nintendo Wii aus dem Internet heruntergeladen, und dann gespielt werden.



Regionalcode und Kopierschutz

Die HuCards sowie System-Cards der japanischen Konsole sind nicht auf TurboGrafx Geräten lauffähig und umgekehrt, passende Adapter wurden aber seinerzeit hergestellt und verkauft. CD-Spiele sind uneingeschränkt kompatibel sofern die geforderte System-Card eingesteckt bzw. im Gerät verbaut ist.



Weblinks

WikipediaLogo.png Wikipedia: PC Engine
WikipediaLogo.png Wikipedia: TurboGrafx 16 England
WikipediaLogo.png Wikipedia: SuperGrafx
WikipediaLogo.png Wikipedia: PC Engine SuperGrafx England
WikipediaLogo.png Wikipedia: PC Engine GT
WikipediaLogo.png Wikipedia: TurboExpress England