Nintendo Entertainment System

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Nintendo Entertainment System
NES Konsole / PAL
Namen
  • Nintendo Entertainment System
  • Famicom
Typ Stationäre Spielkonsole
Hersteller Nintendo
Generation 3. Generation
Architektur 8-Bit
Produktionsbeginn 1983
Produktionsende 1996
Release Japan 1983 ≈ 14.800 ¥
Release BRD 1986 ≈ 280,00 DM
Launchtitel Donkey Kong
Meistverkauftes Spiel Super Mario Bros. (auch als Set)
Super Mario Bros 3 (nur einzeln)
Datenträger Modul
Prozessor NTSC: Ricoh 2A03 (1,79 MHz)
oder
PAL: Ricoh 2A07 (1,77 MHz)
Speicher 2 KByte RAM
2 KByte Video-RAM
Farbpalette 48 Farben und 6 Graustufen
Bis zu 64 Sprites gleichzeitig
Auflösung NTSC: 256×224 Pixel
oder
PAL: 256×240 Pixel
Upgrades Famicom Disk System
Verkaufte Einheiten ≈ 62 Million
Nachfolger SNES


Die Videospielkonsole NES (Abkürzung für: Nintendo Entertainment System) von Nintendo wurde von 1983 bis 1995 produziert und über 60 Millionen mal verkauft. Spiele für dieses Konsolensystem wurden offiziell bis zum Jahr 1996 verkauft.


Siehe auch:
Nintendo Entertainment System/Technische Daten
Nintendo Entertainment System/Modding
Nintendo Entertainment System/Bestückung
Nintendo Entertainment System/Elektrolytkondensatoren


Die Konsole verwendete einen 8-Bit-Prozessor, der auf dem 6502 basierte. Der Datenträger für die Spiele waren flache, aber eher große Module. Als Zubehör konnte man unter anderem eine Lightgun namens NES-Zapper oder eine spezielle Fitnessmatte, die als Controller diente, dazukaufen. Ein Vier-Spieler-Adapter wurde leider nur von wenigen Spielen unterstützt. Kurzzeitig gab es auch richtige Kuriositäten, wie beispielsweise den Power Glove von Mattel, einem Handschuh als Controller.

Versuchsweise wurde vor der NES unter der Bezeichnung Nintendo Advanced Video System eine etwas umfangreichere Videospielkonsole vorgestellt, die auch zur BASIC-Programmierung genutzt werden sollte. Diese sollte auch mit den Heimcomputermarkt konkurrieren, jedoch wurde das Nintendo Advanced Video System komplett überarbeitet und danach im Oktober 1985 als NES vorgestellt.

Für die Markteinführung in den USA verhandelte Nintendo mit Atari. Man wollte aus Gründen des Marketings das NES unter der in den USA bereits bekannten Marke Atari veröffentlichen. Die Amerikaner lehnten dies aber ab. Der Videospielecrash hatte Atari schwer angeschlagen. Die Firma wollte sich lieber selber um die Vermarktung ihrer Heimcomputer kümmern. Mit einer weiteren Spielekonsole wollte man sich nicht belasten.

Nintendo veröffentlichte die Konsole in Japan unter dem Namen Famicom, was für Family Computer steht.

Es gibt bis heute unzählige unlizenzierte Nachbauten des NES, auch solche die in TV-Apparaten verbaut waren. Die Kompatibilität mit der Software ist dabei meist gegeben. Bei originaler Peripherie von Nintendo kommt es aber häufig zu Problemen.


Die Nachfolgekonsole ist das SNES (Super Nintendo Entertainment System). Das SNES wurde von 1990 bis 1998 produziert und 49 Millionen mal weltweit verkauft.



Spiele

Super Mario Bros 3 war eines der erfolgreichsten NES-Spiele

Launchtitel waren in Japan Donkey Kong, in Europa und den USA vor allem Super Mario Bros - Das Spiel mit den Klempner-Brüdern hielt bis 2008 den Rekord als weltweit meistverkauftes Videospiel. Allerdings wurde es auch in vielen Fällen gleich gemeinsam mit der Konsole im Set verkauft und war auch auf Cartridges mit Spielesammlungen enthalten. Das meistverkaufte NES-Spiel, das es nur einzeln zu erwerben gab, war Super Mario Bros 3



Emulatoren

Es gibt Emulatoren für das NES. Für Windows, Linux und Mac OS X gibt es unter anderem die Emulatoren Higan und Nestopia.



Kopierschutz und Regionalcode

Im NES befindet sich ein Sicherheitschip (CIC), der verhindert, dass Spiele aus anderen Regionen auf einem NES lauffähig sind.

Folgende Regionen waren vorgesehen:

  1. Die Konsolen der nordamerikanischen Region waren mit einem NTSC-Lockout-Chip versehen.
  2. UK/Italien/Australien-Konsolen, "Mattel version" und "NES version" besitzen einen PAL-A-Lockout-Chip.
  3. Konsolen im Rest von Europa besitzen einen PAL-B-Lockout-Chip.

Module aus Japan hatten eine völlig andere Bauform und eine Platine mit weniger Kontakten (60 statt 72). Sie konnten in Konsolen anderer Länder gar nicht erst eingeschoben werden.

Diese Einschränkung von Regionen reguliert die ungehinderte Verbreitung von Spielen, die nur auf einer passenden regionalisierten NES-Konsole lauffähig waren.

Die Fehlermeldung für einen Pal-B-Lockout-Chip lautet: This GamePak cannot be used with the Mattel or NES Versions of the Nintendo Entertainment System

Ein bekannter Trick ist das Abkneifen des entsprechenden Pins am Sicherheitschip und bewirkt, dass Module aus allen Regionen lauffähig sind, zum Beispiel auch japanische im europäischen NES. Dazu benötigt man aber zwingend einen Adapter von 60 auf 72 Pins.


Einen Sonderfall stellt das NES aus Frankreich dar. Hier wird wegen der SECAM-Fernsehnorm statt Composite ein RGB-Signal ausgegeben. Da es aber aus dem Composite-Signal erzeugt wird, ist die Bildqualität im Vergleich nicht besser, was bei RGB normalerweise der Fall wäre. Allerdings sind das NES und sein Nachfolger SNES ohnehin für ein sehr qualitatives Composite-Signal bekannt. Davon unabhängig haben auch die französischen Konsolen einen PAL-B-Lockout-Chip verbaut.



Weblinks

WikipediaLogo.png Wikipedia: Nintendo Entertainment System
WikipediaLogo.png Wikipedia: Nintendo Entertainment System England