Liste Stationärer Konsolen

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In diese Liste werden nur stationäre Spielkonsolen aufgenommen.

Für Handhelds gibt es die Liste Mobiler Konsolen.



Konsolen der ersten Generation (1972-1979)

Diese Konsolen enthalten einfachste Technik, sind teilweise noch ohne CPU und meist ohne RAM. Sie haben ausschließlich monochrome Grafik. Die Spielmodule enthielten keine ROMs sondern Transistortechnik.

Jahr Konsole Architektur Datenträger Hersteller Anmerkungen
1972 Magnavox Odyssey - Modul (ohne ROM) Magnovox Erste Spielkonsole, Spiele wurden durch Logik-Schaltungen erzeugt.
1976 Philips Odyssey 200 - - Philips Nachfolger der Magnavox Odyssey.
1976 Fairchild Channel F Fairchild F8 Modul Fairchild Frühe Spielkonsole mit echten aktiven Modulen.
1977 Philips Odyssey 2001 MM-57105 - Philips Nachfolger der Magnavox Odyssey 200.



Pong-Konsolen (1975-1980)

Pong-Konsolen sind ebenfalls Konsolen der ersten Generation. Sie verwenden aber keine Module, sondern haben nur einige fest eingebaute Spiele. Der Chip AY-3-8500 und seine Varianten war speziell für solche Konsolen von der Firma General Instrument entwickelt worden und fand breite Verwendung. Im deutschen Sprachraum wurden Pong-Konsolen damals meist als Telespiele bezeichnet.

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Jahr Konsole Architektur Spiele Hersteller Anmerkungen
1975 Sonnesta by AV TAP - - Sonnesta Typische Pong-Konsole der 70er Jahre. Lizensiert von Magnavox.
1977 Intel Super Telespiel - 4 Spiele eingebaut Intel Spieleauswahl über Drehregler, Stromversorgung über Batterien.
1977 Interton Video 3000 - 6 Spiele eingebaut Interton Spielauswahl über Druckschalter, Stromversorgung über Batterien, Lichtgewehr verfügbar.
1978 Philips Odyssey 2100 MM-57186N 6 Spiele eingebaut Philips
1979 BSS 01 - 4 Spiele eingebaut VEB Halbleiterwerk Frankfurt (Oder) BSS steht für Bildschirmspiel. Einzige Spielkonsole der DDR.



Goldene Ära der Arcade-Spiele (1978-1986)

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1978 bis in die Mitte der 1980er Jahre hatten Arcade-Automaten große Beliebtheit. Diese Ära wird als Golden Age of Arcade Video Games bezeichnet.

In Deutschland waren die Auswirkungen weniger stark, da die Gesetzlage eine Verbreitung von Arcade-Automaten wegen Jugendschutz eingrenzte. Um das Jahr 1980 herum waren auch in Deutschland nicht nur in speziellen Videospielhallen, sondern auch in Kinos, Restaurants und Kaufhäusern gelegentlich Arcademaschienen zu finden. Gegen Mitte der Achtziger fand dieser Aufschwung in Deutschland ein jähes Ende, und auch Videospielhallen verschwanden beinahe gänzlich von der Bildfläche. Durch ein neues Gesetz durften Videospielautomaten Kindern und Jugendlichen nicht mehr zugänglich gemacht werden, auch nicht wenn sie sich in Begleitung ihrer Erziehungsberechtigten befangen.

Mit der steigenden Beliebtheit der Arcade-Maschinen steigt auch das Angebot an Konsolenspielen, da meist Umsetzungen für die verschiedenen Heimsysteme erfolgten.


Dass die Konsolen in der Mitte der 1980er auch leistungsfähiger wurden, war mit einer Gründe für das Ende der Goldenen Ära.



Konsolen der zweiten Generation (1978-1983)

In dieser Generation hatten die Konsolen einen Prozessor und ein Minimum an Speicher, teilweise weniger als ein Kilobyte. Farbgrafiken sind Standard geworden, Sprites werden verwendet. Spiele werden fast ausschließlich als Module mit einem integrierten ROM vertrieben.

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Jahr Konsole Architektur Datenträger Hersteller Anmerkungen
1977 Atari 2600 (Atari VCS) 8-Bit Modul Atari US-Name teilweise Sears Video-Arcade.
1978 Philips Videopac G7000 8-Bit Modul Philips In USA als "Odyssey 2" vertrieben; hatte Folientastatur
1978 Interton VC4000 8-Bit Modul Interton Wurde nur in Deutschland produziert, erste und einzige deutsche Spielkonsole.
197? Philips Videopac G7400 8-Bit Modul Philips
1980 Vectrex 8-Bit Modul General Consumer Electronics Hatte einen integrierten sw-Monitor im Hochformat.
1980 Intellivision 16-Bit Modul Mattel War die erste 16-Bit-Spielekonsole.
1982 ColecoVision 8-Bit Modul Coleco Die Hardware ähnelt dem MSX-Standard für Heimcomputer. Vor allem Arcade-Umsetzungen erschienen.
1982 Atari 5200 8-Bit Modul Atari Erschien nur in den USA.



Videospiele-Crash (1982-1984)

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1983 brach der Videospiel-Markt in den USA ein. Man sprach im Nachinein vom Video Game Crash oder vom Atari Shock. Nach einem unerwartet schlechten Weinachtsgeschäft im Jahr 1982 verloren Spielkonsolen schlagartig an Bedeutung, da neue Homecomputer erschwinglich wurden und eine harte Konkurenz darstellten. Vor allem der US-amerikanische Markt ist betroffen, in Japan gab es keine Auswirkungen. Europa bekam den Video Game Crash ebenfalls zu spüren, das große Angebot an verschiedenen Konsolen schwand in kürzester Zeit.

Die Firma Mattel zog sich komplett aus dem Videospielmarkt zurück, Atari ließ sogar Spielmodule die sich als Ladenhüter erwiesen, auf einer Müllkippe in der Wüste von New Mexico verscharren.


Die dritte Konsolen-Generation konnte sich ab 1985 aber langsam wieder am Markt etablieren. Nintendo eroberte den Konsolenmarkt und ließ dem ehemaligen Brachenriesen Atari gemeinsam mit Sega einige Jahre lang nur ein Nischendasein.



Konsolen der dritten Generation (1984-1991)

Die Konsolen verwenden nun die damals etablierten 8-Bit-Prozessoren, und verfügen über etwa 4 bis 24 Kilobyte RAM. Im Vergleich zu den Homecomputern in der ersten Hälfte der 1980er, verfügen Spielkonsolen dieser Generation allgemein über weniger Speicher, aber über leistungsfähigere Videochips. Aufgrund der verwendeten Module mit ROM, bieten Konsolen den Vorteil, quasi ohne Ladezeiten auszukommen. Die Grafikchips können auf Farbpaletten mit etwa 16 bis 64 Farben zugreifen.

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Jahr Konsole Architektur Datenträger Hersteller Anmerkungen
1983 Philips Videopac+ G7400 8-Bit Modul Phillips Weiterentwicklung des G7000.
1984 Nintendo Entertainment System (NES) 8-Bit Modul Nintendo Wurde in Japan "Family Computer" (Famicon) genannt.
1985 Sega Master System 8-Bit Modul, Card, 1 Spiel eingebaut Sega 1990 erschien das Master System II, eine kostenreduzierte Variante ohne Card-Slot.
1986 Atari 7800 8-Bit Modul Atari Abwärtskompatibel zum Atari 2600.
1990 C64 Games System 8-Bit Modul Commodore Ein abgespeckter C64 als reine Spielkonsole. Für eine Konsole von 1990 technisch zu veraltet.



Konsolen der vierten Generation (1989-1996)

Als Datenträger wird weiterhin fast ausschließlich das Modul verwendet. Erste CD-Laufwerke erscheinen aber bereits, teilweise noch als Upgrade, statt als eigenständige Konsole. 16-Bit-Prozessoren werden überwiegend verwendet, beliebt ist vor allem der Motorola MC68000. Die durchschnittliche Größe des RAM schwankt insgesamt zwischen 64 und 192 KByte. Häufig kann er durch die Module noch erweitert werden. Batterien in den Modulen haben sich bei geeigneten Spielen etabliert. Die Farbpaletten umfassen in dieser Generation meist viele tausend mögliche Farben.

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Jahr Konsole Architektur Datenträger Hersteller Anmerkungen
1987 PC Engine 8-Bit + 16-Bit GPU Card, CD NEC Wurde in den USA "TurboGrafx 16" genannt. PAL-Konsolen erschienen nur in Spanien.
1988 Mega Drive 16-Bit + 8-Bit Sound-CPU Modul Sega Wurde in Nordamerika "Genesis" genannt. Es gab eine Hardware-Erweiterung zur 32-Bit-Konsole.
1990 Super Nintendo Entertainment System (SNES) 16-Bit + 2x 16-Bit PPU Modul Nintendo Wurde in Japan "Super Famicom" (SFC) genannt.
1991 Mega CD 16-Bit + GPU CD Sega Ein CD-Zusatzlaufwerk für den Mega Drive bzw. das Genesis, rüstete auch CPU und GPU auf.
199? 32x 32-Bit Modul Sega 32-Bit-Erweiterung für den Mega Drive.
1994 Neo Geo 16-Bit Modul Shin Nihon Kikaku (SNK) Basiert auf der gleichnamigen Arcadetechnologie.
1991 Amiga CDTV 16-Bit CD Commodore Kombiniert die Technik eines Amiga-Homecomputer mit einem CD-Laufwerk.
1994 CD-i 16-Bit CD Philips



Konsolen der fünften Generation (1994-2002)

CD-Laufwerke sind in dieser Generation der Standard geworden. Dadurch sind auch gerenderte Videografiken etabliert. Neue Technologien für 3D-Grafiken zeigen bei den Videospielen einen deutlichen Qualitäts-Unterschied zu vierten Generation. Die Architektur der Prozessoren verwendet meist 32-Bit. Mehrere Megabyte RAM werden verwendet. Für Spielstände verwendet man meist Memory Cards.

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Jahr Konsole Architektur Datenträger Hersteller Anmerkungen
1993 Jaguar 32-Bit + 64-Bit GPU Modul Atari Wegen Bugs des Grafikchips verwenden viele Spiele nur den 68K-Hauptprozessor.
1993 FM Towns Marty 32-Bit CD, Diskette Fujitsu Basierte auf Technologie des FM Towns, war die erste 32-Bit-Spielekonsole.
1993 Amiga CD³² 32-Bit CD Commodore
1993 3DO 32-Bit CD The 3DO Company Die Konsole wurde für verschiedene Hersteller lizenziert, u.a. Panasonic, Sanyo, Samsung, Goldstar und Creative Labs.
1994 Saturn 2x 32-Bit + 6 weitere Modul, CD Sega Auf Modul erschienen im Endeffekt keine Spiele.
1994 PlayStation 32-Bit CD Sony über 104 Millionen verkaufe Einheiten.
1996 Pippin CD Apple Wurde von Bandai (unter dem Label Atmark) gebaut.
1996 Nintendo 64 64-Bit Modul Nintendo Vier-Spieler-Konsole, erste 64-Bit-Konsole.



Konsolen der sechsten Generation (2000-2010)

Erste Festplatten und Online-Anschlüsse halten nach und nach Einzug, etablieren sich aber noch nicht. Als Datenträger dient nun meist die DVD. Die Prozessoren sind leistungsfähiger, die Größe des Speichers nimmt zu. Für Spielstände werden weiterhin überwiegend Memory Cards verwendet.

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Jahr Konsole Architektur Datenträger Hersteller Anmerkungen
1998 Dreamcast 32-Bit + 128-Bit FPU GD-ROM Sega Erste onlinefähige Konsole, hatte ein eingebautes Modem.
2000 PlayStation 2 64-Bit + 128-Bit Vector Units CD, DVD, HDD Sony Bis heute die meistverkaufte Konsole aller Zeiten, Abwärtskompatibel zur PlayStation.
2001 GameCube 32-Bit + 64-Bit FPU Mini-DVD Nintendo Vier-Spieler-Konsole.
2001 Xbox ? CD, DVD, HDD Microsoft Die Hardware ist nah mit einem PC verwandt.



Konsolen der siebten Generation (2006-2016)

Festplatten sind weitgehend zum Standard geworden. Lightguns sind quasi ausgestorben, da Röhrenfernseher nicht weiter produziert werden und die neuen Flatscreens nicht mehr kompatibel sind. Die Konsolen verfügen nun über Mehrkern-Prozessoren. Bewegungssensitive Einhand-Controller werden von Nintendo als Neuheit auf den Konsolenmarkt gebracht.

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Jahr Konsole Architektur Datenträger Hersteller Anmerkungen
2006 Xbox 360 64-Bit, 3 CPU-Kerne CD, DVD, HDD Microsoft Abwärtskompatibel zur Xbox.
2006 Wii ? Mini-DVD Nintendo Abwärtskompatibel zum GameCube.
2006 PlayStation 3 ? CD, DVD, Blu-ray, HDD Sony Abwärtskompatibel zur PlayStation.



Konsolen der achten Generation (seit 2014)

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Jahr Konsole Architektur Datenträger Hersteller Anmerkungen
2012 Wii U ? Mini-DVD Nintendo Controller mit Touchscreen. Abwärtskompatibel zur Wii.
2014 Xbox One 64-Bit, 8 CPU-Kerne CD, DVD, Blu-ray, HDD Microsoft Mit Updates abwärtskompatibel zu Xbox und Xbox360.
2014 Playstation 4 ? CD, DVD, Blu-ray, HDD Sony
2016 Xbox One S ? CD, DVD, Blu-ray, HDD Microsoft Verbesserte Version mit 4K-Auflösung.
2017 Xbox One X ? CD, DVD, Blu-ray, HDD Microsoft Verbesserte, leistungsfähigere Version.



Retro-Classic Konsolen (seit 2015)

Etwa ab 2015 begannen die Hersteller von Konsolen, die seit lange bestehende Retro-Szene als Kunde ins Auge zu fassen. Nach und nach brachtem verschiedene Firmen verkleinerte Modelle ihrer alten Konsolen auf den Markt. Für diese gibt es keine Software zu kaufen, dafür ist bereits eine Spiele-Bibliothek vorinstalliert. Es existieren auch zahlreiche China-Clons dieser Retro-Konsolen.

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Jahr Konsole Architektur Spiele Hersteller Anmerkungen
2004 C64 DTV ? 30 Spiele eingebaut Mammoth Toys Joystick mit eingebautem C64 auf Chip zum Anschluss am TV. PAL- und NTSC-Modelle haben unterschiedliche Spiele integriert.
2018 THE C64 Mini ? 64 Spiele eingebaut RetroGames C64-Emulator als Konsole.
201? Nintendo Classic Mini: NES ? 30 Spiele eingebaut Nintendo
201? Nintendo Classic Mini: SNES ? 21 Spiele eingebaut Nintendo
201? Megadrive Flashback HD ? 82 Spiele eingebaut Atgames
201? Millennium Atari Flashback 8 Gold HD ? 120 Spiele eingebaut ?
201? PlayStation Classic ? 20 Spiele eingebaut Sony
201? THE C64 Maxi ? 64 Spiele eingebaut RetroGames
2019 Sega Mega Drive Mini ? 42 Spiele eingebaut Sega



Konsolen der neunten Generation (ab 2020)

Die nächste Konsolen-Generation wird für das vierte Quartal 2020 angekündigt.

Jahr Konsole Architektur Datenträger Hersteller Anmerkungen
2020 ? Project Scarlett ? ? Microsoft Angekündigt ist unter anderem eine hochqualitative 8K-Auflösung.
2020 ? ? ? ? Nintendo
2020 ? Playstation 5 ? ? Sony Die Konsolen soll aus Umweltschutzgründen einen extrem geringen Stromverbrauch haben.
2020 ? Amico ? ? Intellivision Entertainment Konsole für Retro-Spiele in Neuauflage. Controller mit Touchscreen.



Weblinks