Intellivision

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Intellivision
Intellivision
Namen Intellivision
Intellivision II
Intellivision III
Super Pro System
INTV III
Typ Stationäre Spielkonsole
Hersteller Mattel
Generation 2. Generation
Architektur 16-Bit
Produktionsbeginn 1979
Produktionsende 1991
Release Japan 49.800 ¥   (1982)
Release USA 299,00 $   (1980)
Release GB 199,00 £   (1981)
Release BRD 499,00 DM   (1982)
Datenträger Modul
Prozessor General Instrument CP1610
(0,9 MHz; 16-Bit)
Speicher 1456 Byte
Farbpalette 16 Farben
8 Sprites
Auflösung 160×192
Upgrades System Changer, Tastatur
Verkaufte Einheiten ≈ 3.000.000
Sonstiges Mit Adapter sind Atari-2600-Spiele nutzbar


Das Intellivision ist eine Spielkonsole der Firma Mattel. Anfang der 1980er Jahre war sie quasi die einzige hochwertige Alternative zum Atari 2600. Der Name der Konsole ist ein Kofferwort aus Intelligent und Television.

Inhaltsverzeichnis


Siehe auch:
Intellivision/Technische Daten
Intellivision/Modding
Intellivision/Bestückung
Intellivision/Elektrolytkondensatoren


Die Grundidee war vom Videospiele-Hersteller Atari abgeschaut. Der Konzern machte mit dem VCS 2600 gute Umsätze, und so wurde 1979 beim Spielwarenhersteller Mattel beschlossen, nun ebenfalls in den Markt für Videospiele und -konsolen einzusteigen. Eine dafür eigens gegründete Abteilung begann sofort mit der Entwicklung der entsprechenden Hardware. Dabei hatte es sich Mattel das Ziel gesetzt, dem Konkurenzprodukt technisch in jeder Hinsicht überlegen sein. Der spätere Activision-Soundprogrammierer Russell Lieblich war eines der ersten Mitglieder von Mattels Intellivision-Team, er kündigte aber bereits nach einem halbem Jahr.

Das Ergebnis war schließlich die erste Videospielkonsole mit 16-Bit-CPU. Die Firma General Instrument fertigte den Prozessor CP 1610 speziell für Mattel. Die Taktfrequenz betrug 0,9 MHz. Der System-, der Grafik- und der Zwischenspeicher kamen zusammen auf 1456 Byte und das interne ROM hatte 4 KByte. Für die Grafik war ein General Instruments AY-3-8915 zuständig, der bis zu 160×192 Pixel schaffte, und acht Sprites gleichzeitig darstellen konnte. Dabei konnte frei aus einer Palette von 16 Farben gewählt werden. Der Sound wurde von einem AY-3-8914 mit drei Tonkanälen erzeugt, der zusätzlich einen Rauschgenerator hatte.

Bereits ein Jahr später, 1979, wurde eine erste Charge des nun serienreifen Intellivision aus Gründen der Marktforschung erst einmal nur in sehr kleiner Stückzahl verkauft. Da das Ergebnis dieser Test-Publikation recht positiv ausfiel, produzierte man umgehend größere Mengen und brachte das Intellivision ab 1980 auf allen weltweit wichtigen Märkten heraus. Nicht nur die Hardware der Konsole war hochwertig, auch die ersten Spiele, die für das neue System veröffentlicht wurden, waren gut gewählt. Es handelte sich meist um qualitative Titel, die den Vergleich mit Atari nicht scheuen mussten.

Die beiden Game-Controller gehörten zum Lieferumfang und waren fest in die Konsole integriert, sie hatten insgesam 16 Tasten. Als Zubehör konnte man eine Computertastatur (inklusive 6502-CPU und Datenrecorder) erwerben, es gab auch einen Sprach-Synthesizer. Außerdem gab es einen Adapter namens System Changer, der die Verwendung von Atari VCS-2600-Modulen am Intellivision ermöglichte. Eine Lizenz von Atari gab es es dafür nicht.


Im ersten Jahr konnten ungefähr 175.000 Intellivisions verkauft werden, bis etwa 1983 waren es etwa 3 Millionen. Neben Mattel selbst produzierten und vertrieben auch andere Firmen wie Activision oder Coleco Spiele für die Intellivision-Konsole. Am Ende gab es ungefähr 125 verschiedene Spiele. Im Gegensatz zu anderen Herstellern von Videospiel-Systemen, vergab man bei Mattel bereitwillig Lizenzen an Fremdfirmen.


Für moderne PCs gibt es Emulatoren, mit denen die Images von Intellivision-ROMs abgespielt werden können.


Die Nachfolger

Zum Weihnachtsgeschäft 1982 wurde der Nachfolger Intellivision II vorgestellt. Die Konkurenz hatte zwischenzeitlich aber auch in den Markt eingegriffen, und es erschienen auch weitere neuen Konsolen wie das ColecoVision im Jahr 1982, oder ein Jahr darauf das Vectrex der Firma General Consumer Electric, sowie die Weiterentwicklung Atari 5200. Vor allem machte Mattel dann auch der berüchtigte Videospiele-Crash zu schaffen. Im August 1983 wurde das Intellivision II in den USA kurzeitig zum Kampfpreis von 69$ angeboten, um die Überproduktion, die sich durch die Fehleinschätzung der Marktentwicklung angehäuft hatte, irgendwie loszuwerden. Das bereits 1983 vorgestellte Intellivision III ging daher nicht mehr in Serie. Mattel zog sich wieder komplett aus der Computerspiel-Branche zurück. In den folgenden Jahren erschienen zwar einige Computerspiele zu Mattel-Spielzeug, wie Barbie oder Masters of the Universe, hier vergab die Firma aber nur die Lizenzen und beteiligte sich weder an der Entwicklung noch an der Vermarktung. Erst 2006 stieg Mattel dann erneut in den Videospielmarkt ein, und veröffentlichte die Spielkonsole Mattel HyperScan, die aber kein großer Erfolg wurde.

Ehemalige Angestellte von Mattel Electronics kauften die Rechte am Intellivision auf, und gründeten das Nachfolgeunternehmen INTV Corp. - Nun wurden die Lagerestände an Intellivision-II-Konsolen schließlich doch noch komplett verkauft. Eine als Neuentwicklung angepriesene Konsole namens INTV III, war genaugenommen nicht viel mehr als ein neues Design der Intellivision II, und brachte auch nur mäßigen Erfolg. Daran änderte auch die Umbenennung der Konsole in Super Pro System nichts mehr. Dennoch konnte sich die INTV Corp. noch einige Jahre am Markt halten.

1991 wurden alle auf dem Intellivision basierenden Projekte endgültig eingestellt.


Frogger als Cartridge für das Intellivision



Spiele

Burger Time auf dem Intellivision



Weblinks

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WikipediaLogo.png Wikipedia: Intellivision England