C64 Games System

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C64 Games System
C64 Games System
Namen C64 Games System
C64GS
Typ Stationäre Spielkonsole
Hersteller Commodore
Generation 3. Generation
Architektur 8-Bit
Produktionsbeginn 1990
Produktionsende 1991
Datenträger Modul
Prozessor MOS 8500
Speicher 64 KByte Hauptspeicher
512 Byte Farb-RAM
Farbpalette 16 Farben, 8 Sprites
Auflösung 320×200
Verkaufte Einheiten bis zu 30 Million
Vorgänger Commodore 2000K/3000H
Nachfolger Amiga CDTV
Sonstiges Kompatibel zum Homecomputer C64


Die Spielekonsole C64 Games System, meist kurz C64GS genannt, erschien Ende 1990 für rund 100 £ in England. Es handelt sich dabei um eine kostenreduzierte Konsolen-Variante des Homecomputers C64.


Siehe auch:
C64 Games System/Technische Daten
C64 Games System/Modding
C64 Games System/Bestückung
C64 Games System/Elektrolytkondensatoren


Im Lieferumfang war ein Modul mit den vier Spielen Fiendish Freddy, Flimbo's Quest, International Socher und Klax enthalten. Außerdem ein Joystick mit zwei seperaten Feuertasten, was am C64 zwar schon immer vorgesehen war, bis dato aber eine Seltenheit darstellte. Das große Ziel von Commodore war es, auch im Konsolenmarkt Fuß zu fassen. Diese Absicht schlug jedoch grundlegend fehl. In England wurde die Konsole am Ende von manchen Händlern für unter 30 £ verramscht. Obwohl die Konsole auch in Deutschland für rund 300 DM angekündigt wurde, kam diese jedoch nie in Deutschland auf den Markt. Stattdessen konnte das C64 Games System Mitte 1991 in praktisch allen größeren Kaufhäusern und Computershops in Dänemark für 895 Kronen (ca. 230 DM) gekauft werden. Auch in anderen Ländern gab es das Gerät zu kaufen, zum Beispiel in Italien.

Auf Seiten der Softwareproduzenten führte die Markteinführung des floppylosen C64GS kurzzeitig zu einer Renaissance der Spiele auf Steckmodulen, die eigentlich längst aus der Mode gekommen waren. Solche Software auf ROMs galt als schwer zu kopieren und war damit attraktiv für die Industrie. Denn gerade der C64 war sprichwörtlich bekannt für seine damals sehr aktive Raubkopierer-Szene. Daher sprangen mehrere Spielehersteller hoffnungsvoll auf, zumal die Module natürlich auch an jedem gewöhnlichen C64 funktionierten und somit vom Erfolg oder Scheitern des GS nicht direkt abhängig waren.


Zweiter Feuerknopf am Joystick

Die Gamepads eines Sega Master System sind nur teilweise kompatibel. Die zweite Feuertaste funktioniert hier nach einem technisch unterschiedlichen Prinzip und hat beim Games System keinen Effekt. Beim C64 muss Pin 7 (+5 V) mit Pin 9 geschlossen werden.

Beim Master System wird der zweite Feuerknopf dagegen auf Masse gelegt (wie bei einem Amiga-Homecomputer).

Noch weniger bekannt dürfte sein, dass der C64 theoretisch sogar einen dritten Feuerknopf erkennen kann. Ein solches Joystick-Modell wurde aber nie hergestellt. Es gibt auch keine Software, die einen dritten Feuerknopf unterstützen würde.



Spiele

Dieses Modul wurde zusammen mit der C64GS verkauft

Der Homecomputer C64 war berühmt für sein großes Angebot an Spielen. Diese wurden in der Regel aber auf Disketten oder Kassetten verkauft, Modul-Versionen waren vergleichsweise selten.


Mit dem Erscheinen des C64GS erlebte das Steckmodul am C64 noch einmal einen Aufwind - da die Konsole aber floppte, war dies nur von kurzer Dauer. Manche Spiele wurde für das C64GS extra als Modulversion neu herausgebracht, und unterstützten nun einen Controller mit zwei unabhängigen Feuerknöpfen. Dazu gehören beispielsweise die Spiele Double Dragon, Robocop oder Terminator 2.

Ältere Klassiker wie Donkey Kong oder Pac-Man waren auf Modul beim Erscheinen des GS schon seit Jahren nicht mehr im Handel erhältlich. Funktionsfähig war aber prinzipiell jedes C64-Modul, wobei die fehlende Tastatur bei vielen Programmen allerdings ein Hindernis darstellte. Bei einigen Spielen musste man beispielsweise im Titelbild zum Start des Spiels die Space- oder F1-Taste drücken, dadurch waren sie für das Games System nicht brauchbar. Anders herum bestand das Problem nicht, die C64GS-Cartridges konnten ohne Einschränkung an normalen C64 oder C128 verwendet werden.



Emulatoren

Die Einschaltmeldung einer C64GS

Die C64GS kann man, wie nahezu alle 8-Bit-Commodore-Rechner, mit Vice emulieren.



Versionen

...

Die C64GS gibt es nur als PAL-Version. Der technische Unterschied zu einem NTSC-Gerät wäre der Frequenzgeber, eine veränderte Leiterbahn und eine andere Version des Videochips.

Von einem gewöhnlichen C64 unterscheidet sich das GS abgesehen vom Gehäuse durch den fehlenden Tastatur-Stecker, den fehlenden seriellen Port, den aufrecht angebrachten Modul-Schacht und ein spezielles Kernel-ROM.



Weblinks

WikipediaLogo.png Wikipedia: C64 Games System England