Atari

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Atari
Atari Logo
Gründungsdatum 1969
Firmenschließung 1996
Unternehmenssitz Sunnyvale, USA
Firmenleitung
  • 1972-1976: Nolan Bushnell
  • 02.07.1984-1996: Jack Tramiel
Informationen ' Der Firmenname war von 1969 bis 1972 Syzygy
* Der Markenname wurde nach 1996 weiter genutzt


Atari war von Mitte der 1970er-Jahre bis etwa Anfang der 1980er-Jahre der marktbeherrschenden Konzern im Bereich der Arcade-Automaten und Spielkonsolen.


Durch den Videospielecrash im Jahr 1983 sah sich die Firma Warner Communications gezwungen, das Unternehmen in die beiden Firmen Atari Games Inc. und Atari Corp. aufzuteilen.

1984 wurde Atari Corporation von Jack Tramiel nach dessen Entlassung bei Commodore für 240 Millionen US$ aufgekauft und zum größten Konkurrenten für Commodore aufgebaut. Im seit Ende der 1970er-Jahre entstehenden Heimcomputermarkt gehörte Atari zu den Pionieren und besaß zu Anfang einen erheblichen technischen Vorsprung gegenüber den direkten Konkurrenten. Spätestens mit Erscheinen des C64 fiel Atari die Rolle des ewigen Zweiten nach Commodore zu. Anfang der 1980er-Jahre war Atari auch Lizenznehmer für Computer- und Videospieleumsetzungen von Nintendo-Arcadespielen unter dem Label Atarisoft.

Der Name Atari war nur zweite Wahl, der Wunschname war ursprünglich Syzygy. Diese Firmenbezeichnung wurde von Nolan Bushnell in den Anfangszeiten 1969 bis etwa 1972 verwendet. Da diese Marke aber bereits von einer anderen Firma geschützt worden war, entschied man sich für den Fachbegriff Atari aus dem in Japan beliebtem Brettspiel Go. Er bezeichnet eine Stellung, bei der nahezu umzingelte Spielsteine nur noch einen einzigen Ausweg haben. Das Logo soll in stilisierter Form den Berg Fuji darstellen. Warum sich die US-amerikanische Firma bei Name und Logo an Japan orientierte, ist nicht bekannt.


Nolan Bushnell sah 1972 die Präsentation der ersten Spielkonsole, dem Magnavox Odyssey, auf einer Spielwarenmesse. Ein Spiel mit dem Namen Tennis war für diese Konsole erhältlich und diente Bushnell als Vorlage für die Pong-Automaten. Magnavox zog gegen Bushnell vor Gericht. Man konnteZwar sich zwar gegen Bushnell durchsetzen, aber der Erfolg des simplen Spiels legte bereits den Grundstein für die marktbeherrschende Stellung Ataris in den folgenden Jahren.

Anfangs wollte man das Prinzip der Arcade-Automaten zuerst auf möglichen Erfolg testen. Im November 1972 wurde in der Bar "Andy Capp's Tavern" das erste Gerät aufgestellt. Zwei Tage später erhielt Bushnell angeblich einen ungehaltenen Anruf vom Besitzer der Bar, der siche beschwerte, dass das neue Gerät nach so kurzer Zeit bereits defekt wäre. Als der Designer Allan Alcorn den Automaten inspizierte, stellte er fest, dass dieser keineswegs defekt war, sondern lediglich das Münzfach bereits randvoll wart. Aufgrund dieses Tests und der Absage aller anderen potentiellen Hersteller wird beschlossen, Pong in Eigenregie zu produzieren und zu vertreiben.


1994 wurde die Computerproduktion bei Atari eingestellt, da sich Tramiel auf Spielkonsolen konzentrieren wollte.

Nach dem Scheitern von Ataris letzter großen Hoffnung, der Spielkonsole Jaguar, war die Firma endgültig am Ende. Alle laufenden Entwicklungen wurden gestoppt und nur noch die Reste der Lagerbestände abverkauft. Zwei Jahre nach dem Ende des großen Rivalen Commodore übernahm schließlich am 30.7.1996 der Festplattenhersteller JTS alle Atari-Aktien - vermutlich als Werbeaktion. Wenige Wochen später existiert Atari dann endgültig nicht mehr.

Nach dem Ende von Atari als selbstständige Firma kaufte zuerst Hasbro die Namensrechte auf. Jedoch gelang es Hasbro nicht, die Traditionsmarke Atari erfolgreich zu verwerten. Unter dem Atari-Label erschienen hauptsächlich alte Klassiker. Es machte den eindruck, als ob Hasbro kein großes Interesse an der intensiveren Verwertung des Namens hatte. Nach einer handvoll Brettspielumsetzungen für Windows und PlayStation verkaufte Hasbro seine Computerspielabteilung. Infogrames erwarb 2001 für 100 Mio. US-Dollar die Software-Sparte Hasbro Interactive auf, welche auch die Namensrechte für Atari beinhaltete. Innerhalb weniger Monate erschienen mehrere Infogrames-Spiele unter dem Atari-Label. Im Jahr 2003 folgte schließlich die Umbenennung von Infogrames zu Atari. Die Traditionsmarke Atari blieb der Spielewelt somit noch eine Weile erhalten, hatte mit der ursprünglichen Firma jedoch nichts mehr gemein.


Videospiele


Stationäre Spielkonsolen
  • Panther (In der Entwicklung eingestellt)
  • Jaguar 2 (In der Planungsphase eingestellt)


Handhelds



Weblinks

WikipediaLogo.png Wikipedia: Atari